Bürgerinfo - Gemeinde Wandlitz

Vorlage - BV-GV/2022-0507  

 
 
Betreff: Antrag der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE/GRÜNE/SPD/UWG: Errichtung und Betrieb einer Mobilitätsstation in den Basdorfer Gärten
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage GV
Verfasser:
DIE LINKE/GRÜNE/SPD/UWG
Federführend:HA_Hauptamt Beteiligt:Bgm
Beratungsfolge:
Ortsbeirat Basdorf Vorberatung
13.09.2022 
Sitzung des Ortsbeirates Basdorf ungeändert beschlossen   
A6 Ausschuss für Umwelt, Energie und ÖPNV Vorberatung
29.09.2022 
Konstituierende Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und ÖPNV ungeändert beschlossen     
A5 Ausschuss für Soziales, Senioren, Wohnen, Tourismus, Kultur und Städtepartnerschaft Vorberatung
04.10.2022 
Konstituierende Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren, Wohnen, Tourismus, Kultur und Städtepartnerschaften ungeändert beschlossen     
A1 Hauptausschuss Vorberatung
10.10.2022 
Konstituierende Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen     
Gemeindevertretung Wandlitz Entscheidung
20.10.2022 
Sitzung der Gemeindevertretung Wandlitz ungeändert beschlossen     
Anlagen:
Originalantrag der Fraktionsgemeinschaft

Begründung / Erläuterung

Begründung / Erläuterung:

 

Die Basdorfer Gärten werden in naher Zukunft als Wohnquartier das Zuhause von ca. 700 Haushalten sein. Es ist sinnvoll, den dort schon jetzt und zukünftig Wohnenden moderne Mobilität zu ermöglichen, zumal es parallel zum Wohnungsbau auch für die Infrastruktur noch Flächen gibt. Deshalb soll mit dieser Beschlussvorlage genau dieser Ort als Pilotprojekt entwickelt werden. Andere Standorte in der Gemeinde wären ebenso sinnvoll, würden aber allein an den nicht vorhandenen Flächen scheitern.

Die Verfasser stellen sich eine Mobilitätsstation vor. Solche modernen Infrastrukturprojekte entstehen überall dort, wo es darum geht, die Mobilität der Anwohner zu diversifizieren, die Emissionen zu senken und die Kosten für die Mobilität zu verringern. Ist das auch in Basdorf möglich und vor allem, wie kann solch eine WinWIn-Situation aussehen?

 

Eine Mobilitätsstation kann mehrere Angebote verbinden, u. a.:

- Elektromobilität, - Carsharing, - ÖPNV, - On Demand Mobilität, - Fahrradparkplätze;

 

Mit zunehmender Elektromobilität entsteht auch der Bedarf an Ladestationen für Elektroautos, denn Bewohner von Wohnungen sind auf diese Infrastruktur angewiesen. Sie können selbstständig keine Abhilfe schaffen. Wir gehen davon aus, dass mindestens 10 solcher Ladestationen notwendig sind.

 

Unbestritten brauchen wir auch mehr intelligente ÖPNV-Angebote. Dazu sollte die an der Prenzlauer Straße vorhandene Bushaltestelle integriert und der Busverkehr auf neue Angebote geprüft werden. Hierzu muss der Kontakt zum Landkreis Barnim und der Barnimer Busgesellschaft genutzt werden.

 

 

Eine wichtige Ergänzung des ÖPNV können On Demand Verkehrsangebote sein, kurz gesagt: Mobilität auf Abruf.

 

Viele der neuen Bewohner arbeiten in Berlin und sie müssen sich entscheiden, ob sie das Auto nehmen oder die Bahn. Dabei gibt es noch mindestens eine weitere Alternative: Zur Zeit fahren die meisten Autos solo“, also nur mit einem Insassen. Eine Mobilitätsstation soll ein Ort sein, wo jemand zusteigen kann. Dafür gibt es bereits Apps und transparente Lösungen für die Fahrer mit der Möglichkeit zusätzlicher Einnahmen. Die Mitfahrenden zahlen einen Preis.

 

Diese On Demand Angebote können einen weiteren Bedarf erfordern.

Wer die Mitfahrgelegenheit  nutzt  und  weiß,  dass  ein  Parkplatz  an  der  Mobilitätsstation  dafür  als Treffpunkt ausgemacht ist, fährt die kurze Strecke unter Umständen mit dem Fahrrad und braucht dafür einen Fahrradstellplatz, die an diesen Umsteige-Punkten ausreichend angeboten werden müssen.

 

Gut wäre auch Carsharing als Alternative und zusätzliches Mobilitätsangebot. Wer generell auf den PKW verzichtet, hat dadurch die Möglichkeit, kurzfristig ein Auto zu mieten (über eine App).

 

Zusammengefasst  brauchen  wir  einen  Parkplatz  mit  erweitertem  Angebot  in  die  vier vorgeschlagenen  Richtungen.  Als  Betreiber  kommen  die  Kreiswerke  infrage  (BARshare). Zentral ist die Nutzung einer qualifizierten App (von BARshare oder eine darauf aufbauende Software). Die Erfahrungen, die Werneuchen mit solch einem Projekt gemacht hat, sollten einbezogen werden.

 

Gesetzliche Grundlagen:

 

- §§ 28ff. der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg

 


Finanzielle Auswirkungen:    Ja

 

- geschätzt 10 T€, wenn ein externes Büro mit der Prüfung beauftragt wird

 


Beschluss:

 

Die Gemeindevertretung Wandlitz beauftragt die Verwaltung zeitnah

 

1. eine Prüfung der Perspektive und Rentabilität einer Mobilitätsstation am genannten Standort zu veranlassen und Vorschläge zur Umsetzung zu unterbreiten. Ggf. ist hierzu ein externes Büro zu beauftragen. Entsprechende Haushaltsmittel sind einzuplanen.

 

2. in Zusammenarbeit mit der BEG geeignete Standorte in den Basdorfer Gärten zu eruieren.

 

Die Station sollte prioritär durch die Kreiswerke Barnim betrieben werden. Falls dies nicht möglich ist, können auch private Betreiber gewonnen werden.


Anlagen:

 

Originalantrag der Fraktionsgemeinschaft

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Originalantrag der Fraktionsgemeinschaft (346 KB)