Bürgerinfo - Gemeinde Wandlitz

Vorlage - BV-A1/2019-0013  

 
 
Betreff: Befreiungsantrag zum Bebauungsplan "Wandlitzsee Nord II", 1. Änderung
Grundstück in der Gemarkung Wandlitz, Flur 4, Flurstück 571
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage A1
Verfasser:BA34
Die Bürgermeisterin
BA34
Aktenzeichen:W 6340045/19
Federführend:BA_Bauleitplanung Beteiligt:BA
    Bgm
Beratungsfolge:
Ortsbeirat Wandlitz Vorberatung
24.09.2019 
Sitzung des Ortsbeirates Wandlitz ungeändert beschlossen   
A2 Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung Vorberatung
26.09.2019 
Sitzung des Ausschusses Bauen und Gemeindeentwicklung ungeändert beschlossen   
A1 Hauptausschuss Entscheidung
14.10.2019 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Flurkarte_Auszug_Bauantrag

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Beschluss:

 

Der Hauptausschuss beschließt:

 

1.  a) Der beantragten Überschreitung der festgesetzten Grundflächenzahl (GRZ)

         von  0,3 auf 0,69 wird zugestimmt.

 

   b) Der beantragten Überschreitung der Gebäudekantenlänge um 3,80 m auf 19,80

       m wird zugestimmt.

 

   c) Der beantragten Überschreitung der Baugrenze durch die vordere und die

       seitliche Eingangstreppe wird zugestimmt.

 

Wegen der besonderen Bestandssituation können diese Befreiungen nicht für andere Bauvorhaben im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Wandlitzsee-Nord II, 1. Änderung herangezogen werden.  

 

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Der Gemeindeverwaltung liegt ein Bauantrag zur Umnutzung eines Cafés zur Wohnung und zum Büro (Heizungsbau und Badsanierung) sowie zum Rückbau eines Nebengebäudes vor.

 

Das Grundstück befindet sich im Geltungsbereich des geänderten Bebauungsplanes „Wandlitzsee Nord II“ in einem Bereich, der als allgemeines Wohngebiet festgesetzt ist. Zulässig ist hier eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,2 und eine Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,4. Die GRZ von 0,2 darf durch Nebenanlagen im Sinne des § 14 Baunutzungsverordnung (BauNVO) um 50 % überschritten werden (Gesamt-GRZ: 0,3). Das Grundstück ist mit zwei Gebäuden (Hauptgebäude ehemaliges Café und Garage/Nebengebäude) bebaut, die schon vor Rechtskraft des Bebauungsplanes errichtet wurden. Diese überschreiten einschließlich der bestehenden befestigten Flächen mit einer GRZ von insgesamt 0,69 die maximal zulässige Versiegelung, so dass diesbezüglich eine Befreiung erforderlich ist. Die Bestandsgebäude sind baurechtlich genehmigt und sollen ohne konstruktive Änderungen genutzt werden. Nach Übernahme des Grundstückes wurden die bestehende Veranda und die Überdachung zurückgebaut. Mit dem geplanten Rückbau des Nebengebäudes und dem schon erfolgten Rückbau wird die vorhandene Überbauung um 111,60 m² verringert.

 

Darüber hinaus darf die Länge der Gebäudekanten des Hauptgebäudes 16 m nicht überschreiten. Die Tiefe des Bestandsgebäudes beträgt 19,80 m, so dass auch diesbezüglich eine Befreiung erforderlich ist.

 

Weiter sind im Plangebiet jeweils 5 m tiefe Teilflächen der überbaubaren Grundstücksflächen als Vorgarten festgesetzt. Diese Bereiche sind von einer Bebauung freizuhalten.

 

Die bestehenden Eingangstreppen ragen teilweise in diesen Vorgartenbereich, so dass auch diesbezüglich eine Befreiung erforderlich wird.

 

Zur o.g. Umnutzung wurde bereits im Jahr 2013 ein Bauantrag gestellt. Den beantragten Befreiungen wurde durch den gemeindlichen Hauptausschuss am 03.02.2014 mit der Beschluss-Nr. BV-HA/2013-0372 zugestimmt, so dass das gemeindliche Einvernehmen und die Baugenehmigung erteilt werden konnte. Diese wurde dann durch einen Drittwiderspruch angefochten. Bemängelt wurde, dass die beantragte gewerbliche Nutzung im zum damaligen Zeitpunkt noch festgesetzten reinen Wohngebiet nicht zulässig ist.

 

Im B-Planänderungsverfahren wurde die Nutzungsart entsprechend der vorherigen und der jetzt geplanten gewerblichen Nutzung als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Eine nicht störende gewerbliche Nutzung, zu der ein Büronutzung zu zählen ist, ist hier zulässig.

 

Aus Sicht der Gemeindeverwaltung sind die beantragten Befreiungen insbesondere unter dem Aspekt der Nachnutzung der vorhandenen Gebäude und den bereits 2013 erteilten Befreiungen städtebaulich vertretbar.

 

Gesetzliche Grundlagen

§ 31 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

§ 2 Kommunalverfassung für das Land Brandenburg (BbgKVerf)

§ 3 Zuständigkeitsordnung der Gemeinde Wandlitz

 

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Beschluss:

 

Der Hauptausschuss beschließt:

 

1.  a) Der beantragten Überschreitung der festgesetzten Grundflächenzahl (GRZ)

         von  0,3 auf 0,69 wird zugestimmt.

 

   b) Der beantragten Überschreitung der Gebäudekantenlänge um 3,80 m auf 19,80

       m wird zugestimmt.

 

   c) Der beantragten Überschreitung der Baugrenze durch die vordere und die

       seitliche Eingangstreppe wird zugestimmt.

 

Wegen der besonderen Bestandssituation können diese Befreiungen nicht für andere Bauvorhaben im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Wandlitzsee-Nord II, 1. Änderung herangezogen werden.  

 

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Finanzielle Auswirkungen: Nein

 

 

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Anlagen:

Flurkartenauszug

Auszug aus dem Bauantrag

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Flurkarte_Auszug_Bauantrag (430 KB)