Bürgerinfo - Gemeinde Wandlitz

Vorlage - BV-GV/2014-0616  

 
 
Betreff: Schaffung von Räumen für den AWO Ortsverein Wandlitz e.V. im Erdgeschoss des ehemaligen Wohnhauses Prenzlauer Chaussee 133 im OT Wandlitz
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage GV
Verfasser:K
Federführend:K   
Beratungsfolge:
Ortsbeirat Wandlitz Vorberatung
28.01.2014 
Sondersitzung des Ortsbeirates Wandlitz ungeändert beschlossen   
A5 Ausschuss für Soziales, Senioren, Wohnen, Tourismus, Kultur und Städtepartnerschaft Vorberatung
28.01.2014 
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren, Wohnen, Kultur und Städtepartnerschaften ungeändert beschlossen   
A1 Hauptausschuss Vorberatung
03.02.2014 
Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Gemeindevertretung Wandlitz Entscheidung
13.02.2014 
Sitzung der Gemeindevertretung Wandlitz ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Grundriss_EG_Prenzlauer_133_220114

Begründung / Erläuterung

Der AWO Ortsverein Wandlitz e.V. (im Folgenden „Ortsverein“ genannt)  ist auf der Suche nach neuen Vereinsräumen. Der Mietvertrag für die bisherigen Räume in der Prenzlauer Chaussee 155 endete zum 31.12.2013. Dieser Mietvertrag war seinerzeit unter Beteiligung der Gemeinde mit dem Eigentümer verhandelt worden und sah lediglich die Zahlung der Betriebskosten durch den Ortsverein vor.

 

Schon frühzeitig machten sich Ortsverein und Verwaltung auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten. Der Ortsverein braucht für seine Arbeit Räume mit ca. 100 qm Fläche und kann für die Mietzahlung inkl. Nebenkosten nur ca. 400 € monatlich aufbringen.

 

Diese Eckpunkte machen die Anmietung von Flächen auf dem freien Markt aussichtslos. Daher wurden zunächst Lösungen zur Doppelnutzung von öffentlichen Räumen gesucht, beispielsweise in Hort-, KITA- oder Vereinsräumen. Die Suche verlief jedoch erfolglos.

 

Im November 2013 entwickelte die Verwaltung die Idee, das Erdgeschoss des ehemaligen Wohngebäudes in der Prenzlauer Ch. 133 dem Ortsverein zu überlassen.

 

Zum Hintergrund: Das Wohngebäude hat drei Wohneinheiten und eine Nutzfläche von ca. 270 qm, verteilt auf drei Geschosse. Das Gebäude müsste für eine weitere Wohnnutzung umfassend saniert werden. Die Kosten hierfür betragen etwa. 400 T€. Da bereits im Jahr 2008 u.a. das Dach saniert wurde, läge der Schwerpunkt einer Sanierung hauptsächlich im Bereich der Dämmung, der Erneuerung der Haustechnik, der Sanierung der Fußböden und in der Veränderung von Wohnungsgrundrissen.

 

Zur Vermeidung dieser hohen Investitionen wurde das Objekt für eine Vermarktung im Erbbaurecht vorbereitet, d.h. das Objekt leergezogen (Leerstand seit 01.06.2013).

 

Im Rahmen der Ausschreibung des Objektes wurde kein Interessent gefunden. Der Grund könnte u.a. im relativ großen Grundstück von ca. 2.800 qm und dem damit einhergehenden Mindesterbbauzins von 4.567 € p.a. liegen. Es handelt sich zwar vollständig um Bauland, aber aufgrund des schmalen Zuschnitts ist eine Teilung in mehrere Baugrundstücke nicht möglich.

 

Aufgrund der erfolglosen Ausschreibung entwickelte sich die Idee einer weiterhin gemeindlichen Nutzung des Grundstücks.

 

Wie könnten die zukünftigen Räume des Ortsvereins im Erdgeschoss nun aussehen?

 

Das Erdgeschoss verfügt schon jetzt über einen ebenerdigen Zugang. Es könnten zwei große Aufenthaltsräume geschaffen werden, eine Küche und zwei WC’s (inkl. RB-WC). Ein Grundriss befindet sich in der Anlage.

 

Darüber hinaus gäbe es einen Mehrzweckraum mit ca. 20 qm, der für eine gemeindliche oder anderweitig Nutzung zur Verfügung stünde (beispielsweise für die Krebsberatung).

 

Die Mietflächen des Ortsvereins betragen ca. 105 qm. Die Umbaukosten für das Erdgeschoss werden auf ca. 120 T€ geschätzt. Bei einer ortsüblichen Vermietung beispielsweise als Büro- und Praxisräume könnte die Gemeinde schätzungsweise eine Kaltmiete von ca. 7,50 € je qm erzielen. Bei dieser Miete könnte das Objekt auch kostendeckend vermietet werden. Der Ortsverein kann jedoch nur eine Kaltmiete von 1,50 € je qm zahlen. Bei einer Vermietung zu diesem Preis würde die Gemeinde einen indirekten Zuschuss von ca. 7,5 T€ jährlich an den Ortsverein leisten.

 

Der Ortsverein hat sich daher beim AWO Kreisverband Bernau e.V. dafür eingesetzt, dass dieser einen Baukostenzuschuss an die Gemeinde zahlt. Vorbehaltlich der Beschlussfassung durch den Vorstand am  31.01.2014 ist der Kreisverband bereit, einen Baukostenzuschuss von 50 T€ zu zahlen. Angerechnet auf eine angestrebte Mietlaufzeit von 15 Jahren, würde so der jährliche indirekte Zuschussbetrag der Gemeinde auf knapp unter 5 T€ sinken.

 

Die Betriebskosten würden selbstverständlich durch den Ortsverein getragen. Ebenso soll der vordere Grundstücksteil dem Ortsverein zur Nutzung überlassen werden und durch ihn gepflegt und gestaltet werden.

 

Die Umbaukosten können aus dem Budget der Wohnungsverwaltung finanziert werden. Das Objekt wird durch diese auch weiterhin verwaltet. Der Zuschussbetrag von 5.000 € soll ab dem Jahr 2015 im Haushaltsplan der Gemeinde separat ausgewiesen werden und der Wohnungsverwaltung im Rahmen einer internen Verrechnung zur Verfügung gestellt werden. So kann diese in ihrem Produktbereich die kostendeckende Bewirtschaftung des Objektes darstellen.

 

Vor dem Hintergrund dieser neuen Entwicklung hat der Ortsverein für den bisherigen Standort in der Prenzlauer Chaussee 155 einen neuen Mietvertrag zu ortsüblichen Konditionen abgeschlossen. Dies ist nur möglich, weil der Verein seine Rücklagen angreift. Da diese Rücklagen bereits bis zum Jahresende 2014 für die Mietzahlungen aufgebraucht sein werden, ist eine rasche Fertigstellung der neuen Räume in der Prenzlauer Ch. 133 notwendig.

 

Bei positiver Beschlussfassung kann eine Übergabe der Mieträume zum 01.07.2014 an den Ortsverein erfolgen.

 

Die beiden oberen Geschosse des Wohnhauses sind durch einen separaten Zugang erschlossen. Derzeit wird durch die Verwaltung geprüft, ob hier ein Jugendklub eingerichtet werden kann. Insbesondere baurechtliche Fragen des Brandschutzes und des barrierefreien Zugangs müssen hier im Vorfeld geprüft werden, bevor der Gemeindevertretung diese Nutzungsabsicht zur Entscheidung vorgelegt wird.

 

Sollte eine Nutzung als Jugendklub nicht möglich sein bzw. nicht beschlossen werden, kann  weiterhin eine Wohnnutzung erfolgen.

 

Gesetzliche Grundlagen

 

Zuständigkeitsordnung der Gemeinde Wandlitz

 


Finanzielle Auswirkungen:                 Ja  

 

o              Sanierung Erdgeschoss der Prenzlauer Ch. 133

 

Betrag in EURO

Sanierungskosten gesamt

120.000 €

Maßnahmebezogene Einzahlungen (Zuschüsse/ Beiträge), Baukostenzuschuss AWO Kreisverband e.V.

50.000 €

 

o              Erträge und Aufwendungen

(wenn nicht Investitionen, Erwerb von Sachanlagenvermögen, Investitionszuschüsse)

 

Betrag in EURO

Erträge (Kaltmiete AWO Ortverein Wandlitz e.V.)

1.890

Aufwendungen, jährlicher Zuschussbetrag zur kostendeckenden Bewirtschaftung der Mieträume

5.000

 

Veranschlagung im Haushalt

Nein

Jahr

Produktkonto

ggf. Investitionsnr.

Betrag in EURO

 

HHR 2013

52200.521101
(alle Mietobjekte)

 

ca. 165.000

 

HHR 2014

52200.521101

(alle Mietobjekte)

 

400.000

 

 


Beschluss:

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Wandlitz beschließt, dem AWO Ortsverein Wandlitz e.V Teilflächen des Erdgeschosses des ehemaligen Wohnhauses in der Prenzlauer Chaussee 133 des Ortsteils Wandlitz zur Nutzung zu überlassen.

Die Räume werden durch die Gemeinde für die Nutzung entsprechend umgebaut und saniert. Die Bürgermeisterin wird ermächtigt, mit dem Verein einen Mietvertrag über die Laufzeit von 15 Jahren und einer Mietzahlung von 1,50 € je Quadratmeter Kaltmiete abzuschließen. Voraussetzung ist die Zahlung eines Baukostenzuschusses in Höhe von 50.000 € durch den AWO Kreisverband Bernau e.V..

 

 

 


Anlagen:

Grundriss des Erdgeschosses des ehemaligen Wohngebäudes in der Prenzlauer Ch. 133 inkl. Darstellung der beabsichtigten Umbauten

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Grundriss_EG_Prenzlauer_133_220114 (186 KB)