Bürgerinfo - Gemeinde Wandlitz

Auszug - Entwicklung der Ladeinfrastruktur  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und ÖPNV
TOP: Ö 9
Gremium: A6 Ausschuss für Umwelt, Energie und ÖPNV
Datum: Mi, 18.08.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 22:15
Raum: Kulturbühne "Goldener Löwe"
Ort: Breitscheidstraße 18, 16348 Wandlitz

 Herr Simon (Geschäftsführer der Barnimer Energiegesellschaft/ BEG) führt in das Thema ein und referiert zum Stand. Das Netz soll so gestaltet werden, dass alle 15 km eine Ladestation erreichbar ist. Die Reichweite der BarShare-Fahrzeuge stellt mit aktuell 300 km nicht das Problem dar. Es wird zunehmend über die häusliche Steckdose aufgeladen. In letzter Zeit werden Ladeinfrastrukureinrichtungen aber nicht nur von der BEG oder edis angeboten, sondern auch zunehmend von Einzelhandelsunternehmen an den jeweiligen Standorten angeboten. Hinsichtlich des Angebotes an Ladesäulen wird die Versorgungsituation als entspannt eingestuft.

 

Frau Schulz trägt vor (edis Netz GmbH), dass in ihre Zuständigkeit die Integration der neuen Ladepunkte in das Netz fällt. Aus ihrer Sicht wird der Ladevorgang über die Steckdose nicht als vorteilhaft angesehen, weil er nicht steuerbar ist und durch Planungen nicht erfasst werden kann. Die Steckdose als Ladepunkt wird nicht einer Netzverträglichkeitsprüfung unterzogen (Gleichzeitigkeitseffekte), die Wallbox dagegen schon. Daher ist die Aufladung des privaten E-Fahrzeuges über die Wallbox zu bevorzugen. In jedem Fall ist aber eine Anfrage an den Stromversorger wichtig.

Herr Striegler betont, dass die Versorgung mit Ladestationen das eine ist, das dahinter stehende Netz das andere. Das Problem ist nicht der einzelne Ladepunkt, sondern die Summe und die damit verbundene Anpassung. Er öffnet die Diskussion.

Im Rahmen der Diskussion wurden u.a. folgende Punkte angesprochen:

  • zu tragende Kosten durch die öffentliche Hand
  • Abschaltung von Wallboxen bei Überlastung (aktuell nicht beantwortbar)
  • Belastung des Netzes durch Schnellladeanlagen
  • Fremdstromeinkäufe und deren Auswirkung auf den Strompreis; in diesem Zusammenhang Suche nach Speichermöglichkeiten
  • Verwendung von Stromkapazitäten aus der Atomkraft
  • Problem der Nicht-Akzeptanz der Öffentlichkeit bei der H2 – Erzeugung, sobald dies mit der Errichtung und Nutzung von Windkraftanlagen in Zusammenhang gebracht wird
  • durchgeführte Untersuchungen zur Energieversorgung der Basdorfer Gärten in der Vorplanungsphase

 

Weitere Fragen und Informationen werden in der Anlage 3 zu diesem Protokoll  wiedergegeben.

 

19:25 Uhr: Herr Scheunig, bisher online, nimmt jetzt an der Präsenzveranstaltung teil.