Bürgerinfo - Gemeinde Wandlitz

Auszug - Vorstellung Energiekonzept Basdorf Süd  

 
 
Sitzung des Ausschusses zur Umsetzung des kommunales Energiekonzeptes
TOP: Ö 7
Gremium: A6 Ausschuss für Umwelt, Energie und ÖPNV
Datum: Do, 20.08.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:30
Raum: Ratssaal der Gemeindeverwaltung
Ort: Prenzlauer Chaussee 157, 16348 Wandlitz


Herr Simonidis von der BTU Cottbus stellt die Ergebnisse der StudieZUKUNFTSQUARTIER ENERGIE, Entwicklungskonzeption für den Standort der ehemaligen Polizeischule Basdorf“ vor. Die Kernaussage dieser Studie ist die Empfehlung, im Zuge der Modernisierung der Bestandsgebäude ein ausbaufähiges lokales Nahwärmenetz und eine Heizzentrale mit einem ersten Holzkesselmodul (Basisvariante) zu errichten. Mit fortschreitender baulicher Entwicklung der unbebauten Flächen kann das Netz und die Heizzentrale entsprechend der Wärmenachfrage modular erweitert werden. Für die Erweiterung bieten sich weitere Kesselmodule und bei Erreichen des baulichen Entwicklungsszenarios 3 ein BHKW an. Die lokale Strombilanz kann durch Einbindung von PV-Anlagen verbessert werden.

Herr Professor Koziol betonte die Vielzahl zu treffender Annahmen aufgrund des aktuellen Ausbau- und Vermarktungsstandes.

Herr Simon von der BEG appelliert an die Gemeinde Wandlitz, neben der reinen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auch die ökologischen Ansprüche und die weitere technische Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren.

Auch Herr Liebehenschel, OV Basdorf bedauert, dass unter wirtschaftlicher Betrachtung der Studie eine Vielzahl technischer Möglichkeiten ausscheiden.

Herr Braungard erklärt, dass seit Vorliegen der Studie im April 4 große Energieversorger gebeten worden sind, ihre Bewertung der Empfehlungen der BTU abzugeben. Hemmnisse bei der Umsetzung seien aus deren Sicht hauptsächlich die teureren Holzpreise, die Eigenstromabnahmemenge bei Einsatz eines BHKW sowie lange Planungs- und Umsetzungsvorlaufzeiten. Derzeit wird von den EVU´s eher die dezentrale Erdgasversorgung favorisiert. Herr Braungard führt aus, dass die BEG mit Fokus auf die zügige Quartiersentwicklung ab Jahresende 2015 mit dem Bau der Medienversorgungssysteme beginnen will. Teilergebnisse der Studie können sicher zukünftig geprüft und bei Eignung dezentral berücksichtigt werden (beispielsweise durch die Gemeinde beim Wohnprojekt „Basdorfer Gärten“).

Herr Borchert hinterfragt die Skalierbarkeit der von der BTU empfohlenen Systeme. Für den rein technischen Aspekt bejaht Prof. Koziol die Frage, wirtschaftlich muss immer der individuelle Anwendungsfall geprüft werden.

Weiterhin spricht Herr Borchert mögliche Probleme im Zusammenhang einer Genossenschaftsgründung und der damit verbundenen Frage der Eigentümerschaft der Energieversorgungssysteme vs. öffentlicher Widmung der Straßen und Wege an.

Herr Liebehenschel vertritt die These, dass Genossenschaften aufgrund der fehlenden Gewinnerzielungsabsicht grundsätzlich preiswerter wirtschaften können. Dazu betont Prof. Koziol auch aktuelle Wandlungen bei den EVU´s, die sich auf geänderte Märkte durch kombinierten Verkauf von Strom und Wärme einstellen.